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Emile Antonie Bayard

Ferté-sous-Jouarre 1837 -
1891


Emile Antoine Bayard geht 1853-57 bei Léon Cogniet in die Lehre und veröffentlicht daneben humoristische Zeichnungen, meist unter dem Pseudonym "Abel de Miray", in verschiedenen Zeitschriften. Ab 1857 arbeitet er vor allem an Kohlezeichnungen, Malereien und Aquarellen und erzielt erste Erfolge mit Holzschnitten nach Fortune Louis Méaulle und B. Smeeton, Kupferstichen nach A. Lamotte und Farblithographien nach Champenois.
Ab 1864 arbeitet Emile Antoine Bayard insbesondere für die Zeitschriften "Journal pour rire" und "LIllustration", fertigt daneben auch Zeichnungen vor allem zu aktuellen Geschehnissen für andere Zeitschriften, u. a. "Journal des Voyages" und "Les Bibliothèque des Merveilles", an. Von den dokumentarischen Zeichnungen und Lithographien, in denen er insbesondere die Geschehnisse des deutsch-französischen Krieges 1870-71 festhält, sind u. a. die Kohlezeichnung "Sedan" von 1870, das 1873 im Pariser Salon ausgestellte Porträt "Commandant Franchetti" sowie der 1874 vom französischen Staat angekaufte Triptychon "Gloria", "Victis" und "Après la bataille de Waterloo" hervorzuheben.
Mit der sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts zunehmend durchsetzenden Fotografie werden Emile Antoine Bayards dokumentarische Zeichnungen nach und nach aus den Zeitungen und Zeitschriften verdrängt, so dass er sich fast nur noch als Illustrator, u. a. von Victor Hugos "Les Misérables", und Genremaler betätigt. Neben seinem zeichnerischen Werk sind auch Emile Antoine Bayards dekorative Malereien zu erwähnen, so z. B. seine Ausgestaltung des Foyers des Théâter du Palais Royale, wo er die Porträts die bedeutendsten Schauspieler des Theaters verewigt.

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